Was sind Dashcams?

Dashcam (oder auch CarCam) setzt sich aus „Dashboard“ (Amaturenbrett) und Camera (Kamera) zusammen. Also eine Kamera, die im Auto montiert wird und automatisch filmt.

Geläufig sind auch Synonyme wie Autokamera, Carcamcorder oder „Russenkamera“. Letzteres begründet sich durch den Ursprung der Geräte. In Russland gehören Dashcams schon beinahe zur Standardaustattung. Versicherungsbetrug gehört da schon zur Tagesordnung. Youtube ist voll mit Dashcamaufnahmen aus dem Land.

Was unterscheidet Dashcams von gewöhnlichen Digitalkameras oder Camcordern?

Also im Gegensatz zu gewöhnlichen Kameras und Smartphones braucht man eine Dashcam nur einmal im Fahrzeug montieren und sich dann um nichts mehr kümmern. Die Kamera schaltet sich mit der Zündung ein und aus. Dabei werden die Filme in „Häppchen“ abgespeichert. Ist der Speicher dann mal voll, wird die älteste Aufnahme überschrieben. So kann die Dashcam quasi unendlich lange aufnehmen. Und wenn es dann wirklich mal gekracht hat, hat man eine Filmaufnahme davon. Manche Hersteller statten ihre Kameras mit Beschleunigungssensoren aus. Wenn es kracht, registriert die Kamera das und speichert die Aufnahme permanent ab. Sie kann dann nicht mehr versehentlich überschrieben werden – toll!

Wieviel Stunden nimmt eine Dashcam auf?

Das ist abhängig vom verwendeten Speicher und der eingestellten Auflösung. Teilweise sind bis zu 8 Stunden Full-HD Material auf einer 32GB SDHC-Karte möglich.

Was kostet eine Dashcam?

Die Preise variieren von ca. 45 Euro bis zu 300 Euro.

Wann macht eine Dashcam Sinn?

Die Geräte eignen sich nicht nur als „Blackbox“ bei Unfällen. Sie sind eine super Präventionsmaßnahme für Schnellfahrer. Manche Kameras besitzen einen Geschwindigkeitswarner, der den Fahrer alarmiert, sobald man zu schnell fährt.

Eine weitere Möglichkeit ist die Überwachung von Dränglern. Die Kameras kann man dank Saugnapf ja auch an der Heckscheibe montieren. Im Streitfall hätte man dann verwertbares Beweismaterial.

Dank Parkmodus eigenen sich manche Kameras auch zur Überwachung während das Auto parkt und unbeaufsichtigt ist.

Kommentare

  • Jens L

    guter beitrag danke dafür

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  • Cam-Tester

    Klasse Seite 🙂 Thx

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  • Urs Sommer

    Kurz und buendig – Danke

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  • Darius

    Top Beitrag, danke

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  • Tom

    >Im Streitfall hätte man dann verwertbares Beweismaterial.

    Ist das denn überhaupt gerichtlich verwertbares Material? Das wäre natürlich wichtig zu wissen…! Sonst lohnt die ganze Anschaffung nicht und man wiegt sich in Sicherheit – Danke

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    • friedrich

      Ein verwertbares Beweismittel wäre die ungeschnittene/ -bearbeitete Aufnahme auf jeden Fall. Und je nach dem wie das Gericht/ der Richter drauf ist würde es auch zugelassen werden.
      Streitpunkt bei den Dashcams ist immer der „Eingriff“ in das Persönlichkeitsrecht unbeteiligter Dritter. Dabei geht es um die Veröffentlichung der Aufnahmen und die eindeutige Erkennbarkeit dieser unbeteiligten Dritten.

      Soweit ich weiß, wird das auf jeden Fall Thema beim Verkehrsgerichtstag in Goslar Ende Januar(AK VI).

  • Torsten

    Hallo, nimmt eine Dashcam automatisch auf wenn man sie einschaltet oder nur über den Bewegungssensor.

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    • Nic

      Nic Autor

      Jede Dashcam nimmt automatisch auf sobald sie sich einschaltet. Dies tut sie ebenfalls automatisch sobald sie Strom bekommt.

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