Im Test: Rollei CarDVR-110 – gute Dashcam mit GPS

Wen die klobige Saugnapfhalterung stört, dem kann ich eine neue Klebehalterung mit Magnet empfehlen!
Rollei gehört sicherlich zu den namhaften Herstellern im Fotografiemarkt. Das Sortiment ist sehr umfangreich. Zu den sogenannten Actioncams gesellen sich nun auch Dashcams. Die DVR-110 ist der Nachfolger der DVR-100. Preislich ist sie im Vergleich zu den Mitbewerbern auf höherem Niveau angesiedelt. Wir haben die Kamera unserem Langzeittest unterzogen und sind mit ihr zwei Wochen durch Berlin gefahren.

Was nach dem Auspacken sofort positiv auffällt: Die Kamera ist sehr klein und lässt sich somit sehr diskret und unauffällig im Fahrzeug montieren. Es wird hier übrigens der gleiche Saugnapf mitgeliefert wir bei der Aiptek X3 Dashcam.

Zum Lieferumfang gehört:

  • Kamera
  • Saugnapf
  • Fernbedienung
  • KFZ-Ladekabel
  • Software, Anleitung

Eine micro SDHC-Speicherkarte muss extra gekauft werden. Bei uns kam eine SanDisk Ultra Class 10 Karte zum Einsatz.

Sehr einfache Installation

Die Installation mit dem Saugnapf ist kinderleicht. Das mitgelieferte Stromkabel ist lang genug um die Kamera überall zu platzieren. Rollei empfiehlt, das Kabel so zu verlegen: illustration Die Erstbetriebnahme und Einrichtung ist einfach und intuitiv. Das Menü lässt keine Fragen offen und ist selbsterklärend. Zur Stromversorung benötigen wir ein Micro-USB-Kabel. In der Regel wird von den Herstellern immer das mitgelieferte Kabel empfohlen. Ich verwende aber lieber ein eigenes Kabel in Kombination mit einem KFZ USB-Adapter von Belkin. Das hat den Vorteil, dass ich diesen USB-Steckplatz auch mal für andere Geräte verwenden kann ohne ständig alles umzustöpseln. Die Kamera schaltet automatisch ein und aus sobald Strom anliegt. Das klappt sogar mit meinem eigenen Adapter. Klasse! So spart man sich das regelmäßge händische ein- und ausschalten. Das ist leider nicht mit allen Dashcams möglich. Die Einschaltzeit ist äußerst kurz. Die Kamera braucht zum Hochfahren und Losfilmen gerade mal 9 Sekunden – das ist Spitzenwert! Das kleine 2,4″ Display genügt um die Kamera auszurichten. Die Aufnahmen werden in 1080p@30fps in 3 Minuten Intervallen gespeichert, sodass die älteste Aufnahme überschrieben werden kann, sobald die Speicherkarte voll ist. Wem 3 Minuten zu kurz sind, kann es auf 5 Minuten ändern. Und wer nicht möchte, dass eine Aufnahme mit einer bestimmten Situation überschrieben wird, benutzt den „Notfall-Button“. Dieser befindet sich unten rechts von der Kamera und sorgt dafür, dass die letzte Aufnahme permanent in einem Extraordner auf der Karte gesichert wird. Diese Notfallfunktion kann auch automatisch aktiviert werden sobald es zu einer Kollision kommt. Die Empfindlichkeit lässt sich dreistufig konfigurieren. Denn die Kamera soll Kollisionen mit dem integrierten Sensor registrieren können. Beim Montieren wirken ähnliche Kräfte und dabei wurde die Funktion auch schon ausgelöst. Scheint also zu klappen.

Bewegungserkennung und Geschwindigkeits-Warnung

Die Kamera startet die Aufnahme sobald Strom anliegt. Sie lässt sich aber auch zur Überwachung konfigurieren. Dann startet die Aufnahme, sobald sich was im Sichtbereich bewegt. Wer zu erhöhter Geschwindigkeit neigt ohne es zu merken, kann eine Warnung aktivieren. Die ertönt sobald man ca. 55 km/h schnell fährt. In meinem Selbsttest hat das anstandslos funktioniert. Die Kamera benutzt hier das GPS-Signal – das kennen wir schon von Navigationsgeräten.

Auswertung via Software

car-dvr-screenFalls man mal ein Foto aufnehmen möchte, kann man dies mit einem Knopfdruck auslösen. Neben Fotos und Videos wird auch Ton mitgeschnitten. Der ist sehr gut zu verstehen und ist vollkommen ausreichend. Zu jeder Videodatei wird auch eine Rolleidatei abgespeichert (.nmea). Sie enthält Meta-Informationen zur Lage und Geschwindigkeit. Dank GPS werden diese nämlich protokolliert. Mit der mitgelieferten Software kann man dann seine Routen auswerten. Dazu wird eine Internetverbindung benötigt. Die Software greift nämlich auf Google Maps zurück. Die Software arbeitet leider nur mit Windows. Mac-User haben das Nachsehen.

Dashcam mit Fernbedienung

Rollei CarDVR-110_Remot#2D0Ein Alleinstellungsmerkmal ist die mitgelieferte Fernbedienung. Sie ist scheckkaftengroß und verfügt über 5 Buttons. Sie ist dann sinnvoll, wenn die Kamera so positioniert ist, dass man sie nur schwer erreicht. Also zum Beispiel in einer LKW-Kabine oder an der Heckscheibe.

 

Bildqualität

Die Bildqualität ist zweckmäßig und somit ausreichend. Zwar erkennt man bei gutem Wetter die Nummernschilder aber die Komprimierung der Filme ist doch schon sehr hoch und somit ziemlich verpixelt. Bei gutem Wetter mit tiefstehender Sonne sind die Schattenbereiche extrem dunkel.

Fotos Rollei CarDVR-110:

Video bei Nacht

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Video bei Tag

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Kaufempfehlung

Fazit Rollei CarDVR-110


Die Kamera kommt mit umfangreichen Funktionen und erfreut durch kompakte Ausmaße. Aber die Bildqualität lässt noch zu Wünschen übrig.

Die Dashcam ist zur Zeit nicht (mehr) lieferbar.



Nic

Autor: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.