Im Test: iTracker Mini Autokamera – sehr günstige Dashcam

Die iTracker Kameras erfreuen sich großer Beliebtheit. Bei Amazon finden sich viele positive Rezensionen. Das liegt sicherlich am sehr günstigen Preis dieser Einstiegsgeräte. Wir testen eine der meistverkauftesten Autokameras in Deutschland*. Sie ist günstig, einfach zu bedienen aber überzeugt sie auch mit Ihrer Qualität?

Von iTracker gibt es diverse Dashcams. Von günstig und einfach bis hochpreisig und komplex. Die Firma hat sich auf die Entwicklung von Dashcams spezialisiert und entsprechend Erfahrung in dem Segment.

Es ist schon erstaunlich wieviele positive Reszensionen sich bei Amazon zu dieser Autokamera angesammelt haben. Scheinbar legen die Konsumenten hautpsächlich auf die Baugröße und den Preis wert. Denn der Funktionsumfang ist gewöhnlich:

  • FullHD Aufnahmen mit 24fps
  • 160° Weitwinkel
  • Fotomodus
  • Loopfunktion
  • 1,5″ Display
  • Bewegungssensor
  • Beschleunigungssensor
  • Lithium-Ionen Akku mit 240 mAh
  • 12 LEDs für s/w Nachtmodus
  • Webcam-Funktion
  • Mikrofon, Lautsprecher
  • USB-Anschluss

Lieferumfang

Zweifelsohne handelt es sich bei der Mini Autokamera um ein Einstiegsgerät. Der Lieferumfang kann sich bei dem geringen Anschaffungspreis jedoch blicken lassen:

    • Dashcam
    • Autoladekabel 3 Meter
    • USB-Kabel
    • ­USB-Cardreader
    • Saugnapf und Klebehalter

Tasche & Bedienungsanleitung!

Sehr kleine Dashcam

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Das Gerät ist sehr klein und kann so problemlos hinter dem Rückspiegel montiert werden. Die Verarbeitung ist gut und schon beim Einschalten besticht die Kamera durch ihre einfache Bedienung. Sie ist ein wunderbares „Plug and Play“ Gerät. Also einstecken und los gehts. Man muss sich um nichts kümmern. Sie schaltet sich mit der Zündung ein und beginnt aufzunehmen – wahlweise mit 1920×1080, 1440×1080, 1280×720, 848×480, 640×480 oder 320×240 Pixeln. Das klappt auch mit einem eigenen KFZ-USB Adapter – toll!

Die Tasten an der Kamera haben einen spürbaren Druckpunkt und sind logisch belegt. Das Display eignet sich prima um die Kamera an der Windschutzscheibe auszurichten oder mal eben eine Aufnahme wiederzugeben.

Der integrierte kleine Akku taugt um die Dashcam auch mal mitzunehmen und unterwegs zu bedienen.

Aufnahmen in der Endlosschleife

Die Filme werden wahlweise in ein, zwei oder drei minütigen Dateien auf der Speicherkarte gesichert. Sinnvollerweise erstellt die Kamera einen extra Ordner für jeden Tag sodass die nachträgliche Orientierung am Rechner erleichtert wird. Sobald die Speicherkarte voll ist, wird die älteste Aufnahme überschrieben. Der Fahrer muss sich also um nichts kümmern.

Interessantes Detail: Die Endlosschleife lässt sich auch komplett deaktivieren. So ist es möglich, komplette Touren oder Ausfahrten aufzunehmen – ohne Unterbrechung. Das ist bei Dashcams keine Selbstverständlichkeit!

Bewegungssensor und Beschleunigungssensor

Die Kamera besitzt wie nahezu jede Dashcam einen Bewegungssensor. Sobald sich etwas im Sichtbereich der Kamera bewegt, beginnt die Aufnahme. Das funktioniert gut und lässt sich auf Wunsch auch deaktivieren.

Der Beschleunigungssensor registriert Erschütterungen (bspw. bei einem Unfall oder einer Vollbremsung) und speichert Aufnahmen auf Wunsch permanent ab sodass sie nicht mehr von der Kamera überschrieben werden. Die Empfindlichkeit lässt sich dreistufig einstellen oder gänzlich deaktivieren.

Mäßige Bildqualität

Es ist klar dass ein so kleines und günstiges Gerät irgendwo Abstriche machen muss. Diese sind definitiv an der Bildqualität zu finden. Die Videos sind etwas unscharf und wenig brilliant. Ein Grauschleier begleitet von einem leichten Bildrauschen sind stets präsent. Immerhin sind die Nachtaufnahmen brauchbar und erlauben einen Blick in die Ferne. Aber Straßenschilder und Kennzeichen lassen sich wenn überhaupt nur unmittelbar vor dem Fahrzeug im Stand ablesen – trotz integrierten LEDs. Die geringe Framerate von nur 24fps lässt den Film auch nicht so flüssig erscheinen wie Aufnahmen anderer Dashcams. Aber was mich viel mehr stört sind die Dateien an sich. Sie sind mit 400-500 MB für 3 Minuten Länge viel zu groß. Andere Hersteller verpacken eine bessere Bildqualität von 5 Minuten Länge in eine kleinere Dateigröße. Durch diese Verschwendung empfehle ich eine Speicherkarte mit 32 GB (mehr geht nicht). So kommt man damit gerade mal auf nur 3 Stunden Aufnahmezeit. Das ist doch schon sehr wenig.

Beim Ton muss man ebenfalls Kompromisse eingehen. Das Mikro ist sehr leise und kaum zu gebrauchen. Dementsprechend kann man bei den Aufnahmen kaum was raushören.

Der Spruch „wer billig kauft, kauft zweimal“ bewahrheitet sich ja bekanntlich sehr oft. Auch hier wird keine Ausnahme gemacht. Es ist sicherlich stark abhängig davon was man mit der Kamera vor hat. So lässt sie sich auch als Webcam am Rechner benutzen aber das ist ja eigentlich nicht der Sinn einer Dashcam. Aber als Einstiegsgerät, um mal eine Dashcam auszuprobieren, ist sie sicherlich eine gute und vor allen Dingen eine günstige Investition.

* Gilt für das Jahr 2013. Angaben stammen von einem Amazonhändler für Technik.

Fotos iTracker Mini:

Video bei Nacht

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Video bei Tag

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Kaufempfehlung

Fazit iTracker Mini


Sehr einfach zu bedienende Dashcam mit übersichtlichen Funktionsumfang. Die Bildqualität kann nicht vollends überzeugen. Durch den günstigen Anschaffungspreis ein prima Einstiegsgerät in die Dashcamwelt.

Die Dashcam ist zur Zeit nicht (mehr) lieferbar.



Nic

Autor: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.