Im Test: iTracker mini 0806-PRO – mit 256GB Speicher!

Nach der mini 0801 und der mini 0803 folgt nun das neueste Modell, das alle Vorteile der Vorgänger beinhaltet und noch einiges mehr zu bieten hat. Ob es sich um eine sinnvolle Evolution handelt und ob sich das Upgrade lohnt, klären wir im Testbericht.

Die iTracker mini 08* Modelle sind zurecht beliebte Produkte. Sind sie doch sehr klein und gut ausgestattet. Mit der 0806 setzt iTracker nochmals einen oben drauf:

  • Auflösung: 1280×720 (60fps) bis 2560×1080 Pixel (30fps)
  • 4,0 MegaPixel OmniVision OV4689 Bildsensor
  • 135° Weitwinkelobjektiv
  • 2 x microSD Slots für Speicherkarten bis je 128GB = max. 256GB
  • GPS
  • Fotomodus
  • abschaltbares Mikrofon und Lautsprecher
  • Bewegungssensor & Beschleunigungssensor
  • 1,5″ Display
  • Lithium-Ionen Akku mit 320 mAh
  • HDMI-Out TV-Ausgang, 3x Micro-USB-Anschluss

Also das ist doch mal eine Ansage. Neben der sehr hohen Auflösung handelt es sich um die erste Dashcam auf unserer Seite, die bis zu 256GB Speicher unterstützt. Auffällig sind auch die drei USB-Anschlüsse, die die Montage der Kamera vereinfacht.

Lieferumfang

  • Autokamera mini 0806
  • Kamerahalterung mit integriertem GPS-Modul
  • 3,5 Meter Ladekabel für Zigarettenanzünder
  • extra Autoladekabel für Bordnetz (3 Meter)
  • CPL-Filter um Reflektionen zu mindern
  • USB-Kabel
  • Kabelclips für Ladekabel
  • Deutsche Bedienungsanleitung
  • 4 Ersatzaufkleber für die Kamerahalterung
  • 2 Keilplatten zur Ausrichtung der Kamera (inkl. Montageschrauben)

Zu den vielen Funktionen gehört auch ein üppiger Lieferumfang. Der bietet im Grunde alles, was sich das Dashcamherz heutzutage wünscht. Neu sind die Keilplatten, die die Wölbung der Autoscheibe kompensieren sollen, falls die Dashcam nicht genau mittig angebracht werden kann. Der CPL-Filter lässt sich einfach magnetisch auf die Linse legen und reduziert Reflektionen des Amaturenbretts. Update: CPL-Filter ist nicht mehr im Lieferumfang enthalten.

Lieferumfang_mini0806

Installation der mini 0806

Die Installation war schon bei den Vorgängern einfach und wird nun noch professioneller und bequemer. Die Dashcam wird ausschließlich an die Scheibe geklebt. Dazu dient der GPS-Empfänger als Haltesockel. Dieser verfügt nun über zwei USB-Anschlüsse. So kann das Kabel nun wahlweise nach oben oder unten abgeführt werden. Hier hat man mitgedacht! Insgesamt sitzt die Dashcam nun auch viel fester in der Halterung. Das war früher eine wackelige Angelegenheit. Ebenso fest sitzt der Haltearm um die Dashcam vertikal auszurichten. Für meinen Geschmack etwas zu fest. Hier ist also etwas Kraft notwendig. Manche Autofahrer wollen die Dashcam lieber am Rand der Scheibe kleben. Wenn man das tut, sitzt die Dashcam auf Grund der Krümmung etwas schräg. Um das zu kompensieren liegen nun Keilplatten dabei die die Krümmung ausgleichen.

Wie bei iTracker üblich, wird auch diesmal wieder eine Autoladekabel für das Bordnetz mitgeliefert. Damit lässt sich die Dashcam direkt und ohne Umwege in den Stromkreislauf vom Auto anschließen um zum Beispiel die Überwachung während des Parkens zu ermöglichen.

Erwähnenswert ist der normale USB-Adapter für den Zigarettenanschluss. Der stammt von Datakam. Den habe ich ja bereits schon bei der Datakam G5 gelobt. Er ist äußerst robust und besitzt zwei vollwertige USB-Anschlüsse, an denen sich auch ein stromhungriges iPad aufladen lässt. Doch der größte Vorteil ist die Abschirmung. In der Vergangenheit gab es doch hin und wieder Probleme mit dem Radioempfang. Das Problem soll nun gelöst sein!

Erstaunlich: Sobald Strom anliegt, benötigt die Dashcam nur 5 Sekunden zum hochfahren und aufnehmen.

Kleinste GPS-Dashcam der Welt

Die Größe der Dashcam ist immernoch sehr sehr klein. Das Gehäuse ist komplett schwarz matt sodass die Dashcam sehr unauffällig – ja nahezu fast unsichtbar von außen ist. Das GPS ist im Haltesockel ausgelagert und sitzt somit direkt an der Scheibe womit eine sehr gute Sichtverbindung zu den GPS-Satelliten besteht. Das ermöglicht ein sehr kompaktes Gehäuse. Trotzdem hat es der Hersteller abermals geschaft ein kleines Display zu integrieren, das die Bedienung erleichter. Die Dashcam ist schon vorkonfiguriert aber wer möchte, kann noch Anpassungen am einfachen Menü vornehmen. Drei neue LEDs (rot, grün, blau) signalisieren den Betrieb, die Aufnahme und den GPS-Empfang. Da das Display während der Fahrt automatisch abschaltet, um den Fahrer nicht abzulenken, sind die drei LEDs hilfreich um dennoch Informationen abzulesen.

Endlosaufnahme (Loop-Aufnahme)

Wie jede Dashcam, nimmt auch diese die Aufnahmen in Segmenten von standardmäßig einer Minute Länge auf. Und zwar solange bis die Speicherkarten voll sind. Dann wird die älteste Aufnahme überschrieben. Man kann die Länge auch erhöhen. Aber wenn es mal zu einem Schreibfehler kommt, würden dann bpsw. drei Minuten Filmmaterial fehlen. Hobbyfilmer können die Endlosaufnahme auch komplett abschalten. Dann wird ein großer zusammenhängender Film produziert bis die Speicherkarte voll ist.

mini 0806 mit Parkmodus und Bewegungsmelder

Immer wieder erreichen mich anfragen von Leuten, die Ihr Auto beim Parken überwachen wollen. Ich möchte mal behaupten das ist mittlerweile das Haupteinsatzgebiet einer Dashcam. Spätestens wenn man einen fiesen Kratzer oder eine Delle am nächsten Morgen findet, wünscht sich jeder eine verwertbare Aufnahme vom Übeltäter.

Dem wird die Firma iTracker gerecht und packt standardmäßig einen Kabelsatz dazu, der die Dashcam mit dem Bordnetz verbindet. Sie müssen sich also eine Möglichkeit suchen, die Kabel miteinander zu verbinden. Naheliegend ist es direkt an die Batterie zu gehen. Doch die ist mitunter umständlich verbaut. Alternativ suchen Sie sich den Sicherungskasten oder noch besser einen Verbraucher im Auto, der permanent Strom bekommt. Da die Dashcam an der Scheibe klebt, kann man zum Beispiel an die Fahrzeugbeleuchtung im Dachhimmel gehen. Der integrierte „Batteriewächter“ besitzt einen Spannungsschutz und stellt sicher, dass die Batterie nicht entladen wird.

Ist die Dashcam einmal erfolgreich permanent verkabelt, bietet sie mit ihren „brachialen“ 256GB Speicher genügend Platz um ein Wochenende aufzuzeichnen (üblich sind sonst nur 32 GB Speicher). Das ist natürlich auch von der Auflösung abhängig. Meiner Meinung nach genügt eine herkömmliche HD oder FullHD Auflösung. In unserem Test kommt eine 128GB micro SDXC Karte von Sandisk zum Einsatz. Der Preis variiert stark. Aber um die möglichen 256GB Speicher voll ausnutzen zu können, muss nochmal in zwei 128GB Karten investiert werden. Leider ist man hier auch alternativlos sodass man auf die teure von Sandisk zurückgreifen muss. Von Samsung und Lexar gibt es zwar auch entsprechende Speicherkarten aber preislich nehmen sie sich nichts.

Um die Aufnahme beim Parken noch effizienter durchzuführen (niemand möchte stundenlange Stille auswerten sondern nur tatsächliche Vorfälle), kann man den Bewegungsmelder aktivieren. Die Dashcam ist im Standby-Modus und registriert Bewegungen im Sichtfeld der Kamera. Sobald sich etwas bewegt, startet die Aufnahme und stoppt automatisch bei einkehrender Stille.

Der integrierte Akku genügt übrigens nicht für eine Überwachung. Der hält maximal für eine Stunde.

Großer Bildsensor für hohe Auflösungen

Der Bildsensor der mini 0806 ist neu und ermöglicht hohe Auflösungen von maximalen 2560×1080 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde. In der Regel genügt aber die FullHD Auflösung. Denn immerhin wird mehr Speicherplatz benötigt, je höher die Auflösung und die Bilder pro Sekunde sind. Wer pro Sekunde noch mehr Informationen aufnehmen möchte, kann bei FullHD maximal 45 Bilder pro Sekunde einstellen. Durch die erhöhte Anzahl an Zwischenbildern (15 mehr als gewöhnlich), sieht das Bild flüssiger aus. Gerade bei entgegen kommenden Verkehr, hat man oft nur eine Millisekunde von dem Auto aufgenommen, in der es gilt, das Kennzeichen zu identifizieren. Dies ist einfacher, wenn man mehr Bilder zur Verfügung hat.

Angebote aus Fernost

Wer ein wenig zum Gerät recherchiert, wird noch deutlich günstigere Angebote im Ausland finden. Berechtigterweise stellt sich hierbei die Frage, ob sich der Aufpreis der Deutschen Version lohnt. Für die Deutsche Version sprechen folgende Gründe:

  • mini0806-PRO Ausführung mit flachem, nicht abgesenktem Display
  • großer Lieferumfang (mit Batteriewächter und sehr gutem KFZ-USB-Adapter)
  • Bedienung bzw. Menü in Deutsch
  • Bedienungsanleitung in Deutsch
  • ausgereifte und erprobte Firmware
  • Gehäuse gummibeschichtet und dadurch sehr unauffällig
  • optimierte Stromversorgnung mit störungsfreiem Netzteil, das zwei vollwertige USB-Ports besitzt und flachem Kabel
  • schneller Kundensupport in Deutsch
  • Versand aus Deutschland, somit keine Wartezeiten
  • Bei Defekt wird das Gerät innerhalb weniger Tage ausgetauscht, ohne Wartezeit bis das reparierte Gerät vom Hersteller zurück kommt
  • kein Zoll: keine Gebühren und kein Abholen beim Zoll

Bildqualität

Dank des großen Bildsensors ist die Bildqualität gut. Für meinen Geschmack gibt es aber noch Potenzial nach oben. Die Schärfe ist nicht ganz auf dem Niveau einer Blackvue-Dashcam aber liefert noch trotzdem auswertbares Material. Nachts ist die Belichtung ebenfalls gut sodass eine großzügige Weitsicht möglich ist.

Fotos iTracker mini 0806-PRO:

Video bei Nacht

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Video bei Tag

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Kaufempfehlung

Fazit iTracker mini 0806-PRO


Tolle kleine Dashcam mit umfangreichem Zubehör und extremer Speicherkapazität, die allerdings dann auch ihren Preis hat.

Benutzer-Meinungen aus den Kommentaren:

"Geniale Cam."


Man erhält das Gerät aktuell für EUR 143,90 bei Amazon.
Im Schnitt haben dort 346 Kunden 4.3 von 5 Sternen Sterne vergeben.



Nic

Autor: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.