Im Test: iTracker mini 0801 – sehr kleine Dashcam mit GPS

Zur Dashcam gibt es nun Zubehör: eine Halterung und ein Kabel! Alle Details zum Zubehör finden Sie in diesem Artikel.
iTracker schickt ein neues Modell in den Markt. Eine Dashcam, die erstaunlich klein ist und trotzdem mit GPS und einem Display ausgestattet ist. Das Gerät wird schon als Geheimtipp gehandelt. Ob die Bildqualität zu überzeugen weiß, klären wir in unserem Test.

Ich habe bereits eine Mini-Dashcam von iTracker getestet. Diese war auch schon erfreulich klein aber die Bildqualität konnte indes nicht überzeugen. Nun gibt es also ein komplett neues Modell für das Jahr 2014 und die Eckdaten lesen sich opulent:

  • FullHD Aufnahmen mit 30fps
  • 2 MP CMOS Bildsensor
  • 120° Weitwinkel
  • GPS
  • Fotomodus
  • abschaltbares Mikrofon und Lautsprecher
  • Loopfunktion
  • Bewegungssensor
  • Beschleunigungssensor
  • 1,5″ Display
  • Lithium-Ionen Akku mit 320 mAh
  • AV-Out TV-Ausgang, USB-Anschluss

Eigentlich alles dabei was der Dashcamfahrer heutzutage benötigt. Der Lieferumfang ist jedoch übersichtlich.

Lieferumfang:

  • Dashcam mit Klebehalter
  • Autoladekabel
  • USB-Kabel und USB-Adapter
  • Ersatzaufkleber für die Halterung
  • Bedienungsanleitung (deutsch)

Wie schon bei der BlackVue Dashcam wird auch hier ersichtlich welchen Trend die Dashcams heutzutage einschlagen. Saugnäpfe sind out! Die Dashcam benötigt diesen nicht. Sie ist sehr klein und mit einem Klebepad ausgestattet, sodass man sie an die Windschutzscheibe fixieren kann und dort bleibt sie auch! Durch die kompakte Bauweise sitzt sie sehr dicht an der Scheibe und lässt sich sehr diskret hinter dem Rückspiegel verstecken, sodass man sie sowohl von Innen als auch von Außen nur kaum sieht. Das Konzept einer Dashcam hat dieses Gerät verstanden! Wer sie unbedingt mal mitnehmen will, kann sie dennnoch bequem aus dem Halter lösen.

Kabel als kostenpflichtiges Zubehör

kabel

Mittlerweile bietet die Fa. Adam ein optionales Kabel an. Es ermöglicht, Strom aus der Bordelektronik abzuzapfen. Da es sich um einen USB-Kabel mit 5V/1000mAh handelt, ist es auch mit anderen Modellen kompatibel (z. B. Rollei CarDVR).

iTracker mini 0801 mit GPS-Modul

Klever: Der Halter beinhaltet auch gleich das GPS-Modul, welches Lage, Geschwindigkeit und Datum protokolliert. Dieses lässt sich auch im System deaktivieren. Als Halterung ist es aber unerlässlich.

Es gab in der Vergangenheit einige Beschwerden bzgl. dem GPS-Modul. Mittlerweile gibt es eine überarbeitete Version der Dashcam mit neuem GPS-Modul, das den Satellitenempfang viel schneller findet.

Per GPS wird die Geschwindigkeit dokumentiert. Diese lässt sich ab einer gewünschten Geschwindkeit (60-120 km/h) ausblenden.

Anmerkung: Die integrierte GPS-Antenne ist ziemlich schwach. Daher sollte man es vermeiden, die Dashcam in der Nähe von Licht- und Regensensor zu platzieren sonst kann das GPS-Signal blockiert werden!

Wer die Dashcam auspackt, wird zwei USB-Ports entdecken. Einer am GPS-Modul und einer an der Dashcam. Über das GPS-Modul bekommt sie den Strom im Fahrzeug.

Der andere Port ist für den Datenaustausch am Rechner bestimmt. Es soll ja Nutzer geben, die ihre Dashcam gerne mit nach Hause nehmen. Das lässt sich bei diesem Gerät problemlos bewerkstelligen. Trotz Klebehalterung, kann man die Dashcam einfach aus der Halterung ziehen.

Eine Speicherkarte ist nicht dabei. Bei mir kommt eine 32GB micro SD-Karte zum Einsatz. Diese wird auch offiziell vom Hersteller unterstützt! Denn laut Anwenderberichten, kann es mit Class10 Speicherkarten zu Problemen kommen!

Zum weiteren Lieferumfang gehört auch noch eine Auswertungssoftware, die sich offenbart, wenn man die Dashcam direkt an den Rechner anschließt. Dann wird ein Laufwerk mit .exe Datei angezeigt.

Extra GPS-Sockel als kostenpflichtiges Zubehör

gps-halterung

Wer beabsichtigt, die Dashcam an mehreren Standorten bzw. in verschiedenen Fahrzeugen einzusetzen, kann jetzt die GPS-Halterung einzelnd bestellen! Zur Dashcam selbst wird bereits eine GPS-Halterung mitgeliefert!!

Eigensinnige Bedienung

Erfreulicherweise kommt die Dashcam mit einem 1,5″ Display daher. Es genügt um die Kamera im Fahrzeug auszurichten. Die Kamera ist zwar schon super für den Erstbetrieb vorbereitet aber wer mal Einstellungen im Menü ändern möchte, wird die Krise bekommen. Die Kamera besitzt nur vier Tasten. Zwei Tasten besitzen eine zweite Funktion, die sich durch längeres Gedrückthalten ausführen lässt. Beispielsweise kommt man ins Menü, indem man eine Taste zwei Sekunden lang drückt. Möchte man den Menüreiter wechseln, muss man die gleiche Taste nochmal zwei Sekunden betätigen. Möchte man eine Einstellung ändern, muss man eine andere Taste (die Aufnahmetaste) zwei Sekunden lang drücken. Die Bedienung ist schon ziemlich nervig aber irgendwann hat man den „Dreh“ raus.

Mittlerweile gibt es eine überarbeitete Version der Dashcam mit viel besserer Bedienung. Sie ist nun logisch und recht intuitiv gelöst!

Letzendlich tut es auch nicht Not, Einstellungen vorzunehmen. Die Kamera ist bereits prima vorkonfiguriert. So schaltet das Display nach 30 Sekunden automatisch ab, um den Fahrer nicht abzulenken. Ein blaues Blinken signalisiert den Betrieb.

Schön ist, dass man auch ein eigenes USB-Kabel zur Stromversorgung nutzen kann. Die automatische Einschaltung der Kamera klappt dann auch noch: Sobald die Zündung gedreht wird, fängt die Kamera an zu filmen. Hier empfehle ich das USB-Kabel von DATAKAM, da es noch einen zusätzlichen USB-Port bereithält um bspw. das Smartphone aufzuladen. Außerdem ist das Kabel sehr dünn und lässt sich somit prima im Fahrzeug verlegen.

Die Dashcam besitzt zwar einen integrierten Akku mit 320mAh aber der ist letzendlich nur für die Abschaltautomatik zu gebrauchen. Für ausgedehnte Fotosessions ist er nicht geeignet.

Aufnahme in der Endlosschleife

Wie die meisten Dashcams, speichert auch dieses Gerät die Videos in Segmenten mit eins, zwei, drei, vier oder fünf Minuten Länge ab. Auch besser bekannt als „Loopfunktion“. Wenn die Speicherkarte mal voll sein sollte, wird die älteste Aufnahme überschrieben. Außerdem kann es irgendwann mal zu Speicherproblemen kommen, dann wären nur maximal fünf Minuten Filmmaterial verloren. Wer dennnoch vor hat, einen zusammenhängenden Film zu produzieren, kann die Schleifenaufnahme auch gänzlich deaktivieren. Die Dateien werden mit folgendem Schema abgespeichert: 01311020_0007.MP4. Übersetzt bedeutet das: 31. Januar, 10:20 Uhr. So können die Aufnahmen später am Rechner eindeutig identifiziert werden.

Bewegungssensor und Beschleunigungssensor

Der Bewegungssensor überwacht das Sichtfeld der Kamera auf Bewegungen. Sobald sich was tut, fängt sie an aufzunehmen. Die Funktion lässt sich wahlweise ein- oder ausschalten und funktioniert gut.

Dazu gesellt sich der Beschleunigungssensor (auch G-Sensor), der z.B. Vollbremsungen oder Unfälle registriert. Sobald der Sensor ein Ereignis registriert, wird die aktuelle Aufnahme permanent abgesichert, sodass sie nicht mehr von der Loopfunktion der Kamera überschrieben wird. Dann muss sie manuell am Rechner entfernt werden. Die Funktion lässt sich auch mit einem Tastendruck manuell auslösen – praktisch! Denn nicht immer hat ein Ereignis einen Unfall zur Folge.

Gute Bildqualität

Im Gegensatz zum kleinen Bruder kann die mini0801 mit Ihrer Bildqualität überzeugen – toll! Zwar ist das Bild ab Werk etwas dunkel aber das Bild ist scharf und rauschfrei. Kennzeichen und Straßenschilder lassen sich gut entziffern. Wer mag, kann das Bild ja auch noch aufhellen in den Einstellungen.

Nachts schlägt sich die iTracker nicht ganz so souverän wie tagsüber. Aber sie liefert immernoch verwertbare Aufnahmen.

Übrigens ist die Standardbildqualität auf „hoch“ gesetzt. Ich habe sie aber bei meinen Aufnahmen auf „sehr hoch“ gestellt.

Selbst das Mikro kann überzeugen. Es gibt einen klaren Ton wieder. Mitten und Höhen lassen sich angenehm anhören. Brummen und Wummern gibt es kaum.

In anbetracht des sehr günstigen Preises von nur ist das schon eine erstaunliche Leistung.

So ereignete sich am Ende meines Tests auch noch ein kleiner Zwischenfall mit einem Passanten, der offenbar denkt, er wäre unsterblich:

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Ein perfektes Beispiel für die Investition einer Dashcam. Was wäre wenn ich den aus Versehen angefahren hätte weil ich beispielsweise mein Radio bedient habe? Dann sähe es ganz schlecht aus für mich. Dank dem Video ist aber das verantwortungslose Verhalten des Passanten klar erkennbar.

Fotos iTracker mini 0801:

Video bei Nacht

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Video bei Tag

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Kaufempfehlung

Fazit iTracker mini 0801


Funktionswunder in einem sehr kleinen Gehäuse mit guter Bildqualität und zum Kampfpreis: kaufen!

Die Dashcam ist zur Zeit nicht (mehr) lieferbar.



Nic

Autor: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.