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So etwas gab es bei uns noch nie: eine Dashcam mit zwei Linsen – wobei sich die zweite Linse um die eigene Achse drehen lässt. So kann man nach vorne, zur Seite oder den Innenraum filmen. Ist das eine sinnvolle Idee und ist sie alltagstauglich oder überflüssig?
Gembird schickt mit der DCAM-006 nunmehr ihre dritte Dashcam auf den Markt. Sie gehört rein preislich gesehen auch zu den Einsteigermodellen. Die Ausstattung ist dementsprechend gewöhnlich. Doch mit einer exklusiven Funktion hebt sie sich von allen anderen Dashcams ab. Sie besitzt zwei Objektive!
Das Zubehör ist für diese Preisklasse ebenfalls gewöhnlich und genügt für den alltäglichen Gebrauch.
Zwei Objektive in einer Dashcam
Wie bereits erwähnt besitzt die Dashcam als exklusive Funktion eine zweite Linse, die sich bewegen lässt. Dabei ist es dem Fahrer überlassen, was man damit filmen möchte. Man kann damit den seitlich vorbeifahrenden Verkehr filmen um den Betrachtungswinkel des ersten Objektivs zu erweitern. Alternativ lässt sich die Linse um 180° drehen, sodass man den Fahrer bzw. den Innenraum filmen kann.
Anzumerken sei, dass die automatische Belichtung Probleme hat, wenn man aus dem Innenraum heraus den Straßenverkehr filmt. Die Belichtung ist durch mein dunkles Interieur sehr hell eingestellt sodass der Außenbereich überbelichtet erscheint. Die Korrektur übernimmt die Kamera automatisch. Als solches ist sie also nur bedingt zu empfehlen. Dann lieber direkt den Fahrer filmen oder eben den vorderen seitlichen Bereich vorm Fahrzeug.
Ansonsten klappt die Zusammenarbeit prima. Beide Aufnahmen werden side-by-side in einem Film abgespeichert mit einer Gesamtauflösung von 1920x720p. Leider filmt die Dashcam im Dual-Lens-Betrieb nur mit 20 fps was den Film etwas ruckelig erscheinen lässt. Die 30fps werden nur bei Einzelaufnahmen geschrieben. Entgegen den Angaben von Gembird, werden die Aufnahmen als .mov Datei mit dem .h264 Codec geschrieben.
Endlosschleife und Unfallaufnahmen
Wie nahezu jede Dashcam bietet die Gembird auch die Endlosschleife. Dabei werden die Videos in 1 Minute lange Filme abgespeichert. Wenn die Speicherkarte voll ist, wird die älteste Aufnahme automatisch überschrieben. Ein Film (mit Videos von beiden Linsen) mit 1 Minute Länge ist ca. 70 MB groß.
Sobald die Dashcam eine Erschütterung feststellt, etwa bei einer Vollbremsung oder einem Unfall, wird die Aufnahme fest abgespeichert und nicht mehr automatisch überschrieben. Das lässt sich alternativ auch mit einem Knopfdruck auslösen.
Die Aufnahmen werden angenehm übersichtlich abgespeichert: Für jeden Tag wird ein Ordner erstellt, in dem die Filme mit der jeweiligen Uhrzeit im Dateinamen gesichert sind, sodass man sich auf der Speicherkarte schnell zurecht findet.
Bildqualität
Erfreulicherweise leidet die Dashcam nicht unter Klötzchenbildung. Allerdings muss man beim Bild trotzdem deutliche Abstriche hinnehmen. Beiden Objektiven mangelt es an Schärfe. Falls man die zweite Linse als Erweiterung zur ersten Linse einstellt, hat man wenigstens noch eine Alternative Ansicht vom Motiv. Man stelle sich vor ein vorbeifahrendes Fahrzeug hat man mit beiden Linsen aufgenommen. Dann hat man nicht nur das Kennzeichen gefilmt, sondern auch die Insassen. Und wenn man sich überlegt, dass man zu dem günstigen Preis zwei Objektive bekommt, geht die gebotene Qualität in Ordnung.
Video durch YouTube stark komprimiert.


