Im Test: Gembird ACAM-001 – Dashcam für Motorrad und Fahrrad

Mit der ACAM-001 gibt es von Gembird eine Dashcam, die sich als klassische KFZ-Autokamera verwenden lässt und dank wasserfester Hülle auch für Motorrad- und Fahrradfahrer gleichermaßen geeignet ist. Wie gut das in der Praxis funktioniert haben wir getestet.

Eigentlich handelt es sich bei der ACAM um eine sogenannte Actioncam. Das Konzept dieser Kameras haben Marken wie GoPro schon perfektioniert. Da liegt es nahe beide Konzepte zu einem Gerät zu kombinieren. Dies hat sich Gembird zur Aufgabe gemacht. Dementsprechend erinnert der Funktionsumfang eher an eine Actioncam.

  • FullHD Aufnahmen mit 30fps
  • 140° Weitwinkel
  • Loopfunktion
  • 1,5″ Display
  • Bewegungssensor
  • Lithium-Ionen Akku mit 800 mAh
  • Mikrofon, Lautsprecher
  • Mini-HDMI out, USB-Anschluss
  • Laserpointer & LED-Licht

Lieferumfang

  • Dashcam mit wechselbarem Akku
  • wasserfestes Gehäuse
  • Saugnapf und Halterahmen fürs Auto
  • KFZ-USB Stecker und USB Kabel
  • Halterung für (Lenker-)Stange
  • Helmgurt und Kopfhalterung
  • 3 große Klebepads
  • Bedienungsanleitung

Die ACAM sieht nicht nur wie eine Actioncam aus sondern wird auch mit üppigem Zubehör ausgeliefert. Die Einrichtung ist sehr einfach und schnell erledigt. Eine blinkende blaue LED signalisiert den Aufnahmebetrieb. Ich empfinde sie aber als sehr störend da sie beim Fahren ablenkt. Schwarzes Panzertape kann hier Abhilfe schaffen da sich die LED nicht abschalten lässt.

Dashcam und Actioncam

Genau genommen handelt es sich tatsächlich lediglich um eine Actioncam. Ein Schalter auf der Geräteoberseite wechselt zwischen beiden Modi. Dann nämlich erst schaltet die Dashcam automatisch ein und beginnt zu filmen sobald Strom anliegt. Also beispielsweise wenn man die Kamera mit dem Zigarettenanzünder verkabelt und den Motor startet.

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Mit dem mitgliefertem wasserfesten Gehäuse lässt sich die Dashcam dann auch am Motorrad oder Fahrrad montieren. Allerdings funktioniert dann das automatische Ein- und Ausschalten nicht mehr. Denn sobald die Dashcam vom Gehäuse umschlossen wird, lässt sich das USB-Kabel nicht mehr einstecken. Das macht ja auch Sinn. Denn schließlich soll kein Wasser eindringen. Hier müsste man zur Not erfinderisch werden und ein Loch ins Gehäuse bohren. Außerdem will man seine Dashcam ja ungern am Motorrad zurück lassen.

Übrigens hält der Akku für ca. 2 Stunden durchgehende Aufnahme bei ausgeschaltetem Display! Dieser lässt sich aber erfreulicherweise austauschen, sodass man ihn auch auswechseln kann, falls die Motorradtour mal länger geht.

Zur besseren Ausrichtung der Kamera hat man dem Gerät einen Laserpointer spendiert. Das ist mal eine echte Innovation. Sowas habe ich bei GoPro noch nicht gesehen. Ebenfalls praktisch ist das Display, das zwar nur 1,5″ groß ist aber genügt, um Einstellungen vorzunehmen und einen Eindruck vom Bild zu bekommen.

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Man kombiniert hier also das Beste aus beiden Konzepten. Leider hat dafür aber weder ein G-Sensor noch GPS Platz gefunden. So beschränkt sich die Dashcam nur aufs Wesentliche – dem Filmen. Das tut sie leider aber nur auf durchschnittlichem Niveau.

Loopfunktion

Dashcamtypisch bietet die Gembird auch die Endlosaufnahme an. Von wahlweise je 1, 3 oder 5 Minuten Länge werden die Filme in Segmenten abgespeichert. Wenn die Speicherkarte voll ist, wird die älteste Aufnahme automatisch überschrieben. Alternativ lässt sich die Loopfunktion gänzlich deaktivieren sodass ein zusammenhängender Film abgespeichert wird bis die Speicherkarte voll ist. Dann stoppt die Aufnahme.

SOS-Funktion

Den fehlenden G-Sensor kompensiert man mit einer „SOS“-Taste. Die wird betätigt sobald man eine sensible Aufnahme permanent speichern möchte. Dann nämlich kann sie nicht mehr durch die Loopfunktion überschrieben werden.

Bewegungssensor

Dank dem integrierten Akku und dem Bewegungssensor kann man die Dashcam für einfache Überwachungsvideos einsetzen. Das funktioniert gut. Die Dashcam ist in diesem Modus auf Standby. Wenn sich etwas im Sichtbereich der Kamera bewegt, startet sie die Aufnahme. Und wenn es wieder still ist vor der Linse, stoppt die Aufnahme nach einer Minute. Beabsichtigt man, mehrere Stunden zu filmen, sollte man sich aber um eine permanente Stromversorgung kümmern. Tipp: Als Zubehör eignet sich dieses Kabel von iTracker. Damit kann man die Dashcam bspw. mit der Autobatterie verkabeln.

Gute Bildqualität am Tag

Tagsüber liefert die Kamera überzeugende Aufnahmen. Kennzeichen und Straßenschilder lassen sich gut ablesen. Die Belichtung ist natürlich. Allerdings lässt die Bildqualität nachts deutlich nach. Dann ist das Bild stark verrauscht und Kennzeichen stark überstrahlt – schade. Da kann auch die kleine weiße LED nichts mehr rausreißen. Daher empfehle ich die Dashcam explizit Fahrern, die überwiegend tagsüber unterwegs sind!

Fotos Gembird ACAM-001:

Video bei Nacht

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Video bei Tag

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Kaufempfehlung

Fazit Gembird ACAM-001


Gute robuste und günstige Dashcam, die mit viel Zubehör und kleveren Funktionen besticht. Die Aufnahmen können allerdings nur am Tag überzeugen.

Man erhält das Gerät aktuell für EUR 61,83 bei Amazon.



Nic

Autor: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.