Im Test: Garmin Dash Cam 20 mit GPS und Blitzerwarner

Mit Garmin mischt nun ein weiterer namhafter Premiumhersteller im Dashcammarkt mit. Die Dash Cam 10 und Dash Cam 20 sind brandneu. Im Vorfeld erreichten mich schon einige Anfragen zu den Geräten. Aber kann der Premiumstatus den hohen Erwartungen gerecht werden? Wir testen es!

Ich denke zu Garmin muss man nichts mehr erwähnen. Jeder sollte schon mal was von der Firma gehört haben. Man kennt sie hauptsächlich als Hersteller und Experten für Navigationsgeräte. Nun gibt es also für den Deutschen Markt erstmals eine Garmin Dashcam mit GPS und ohne GPS. Wir testen die Dash Cam 20 mit GPS. Der Funktionsumfang ist zeitgemäß:

  • FullHD Aufnahmen mit 30fps
  • GPS
  • Blitzerwarner
  • 2,3″ Display
  • Mikrofon und Lautsprecher
  • Beschleunigungssensor
  • Akku für 1h Betrieb ohne Strom
  • Weitwinkel

Lieferumfang

  • Dashcam mit Saugnapf
  • Autoladekabel – 1,6m
  • USB-Kabel
  • 4 GB micro SD-Speicherkarte

Mitgeliefert wird alles was man für den Erstbetrieb benötigt. Die Speicherkarte mit 4GB Kapazität ist etwas knapp bemessen. Sie reicht für maximal eine Stunde FullHD Aufnahmen. Investieren Sie lieber in eine 32GB Speicherkarte. Das ist das Maximum welches die Dashcam verarbeiten kann und genügt für ca. 6 Stunden FullHD Videos.

Schon beim Auspacken fällt auf, dass man es mit einem Spezialisten für Autozubehör zu tun hat. Die Kamera ist erfreulich unauffällig designt. Das Gehäuse ist komplett schwarz. Es stören keine Schriftzüge, Aufkleber oder Chromapplikationen. Dadurch lässt sie sich sehr diskret im Auto installieren ohne von Außen Aufmerksamkeit zu erregen.

Einfache Installation

Installiert wird sie sehr einfach und unkompliziert mittels Saugnapf. Er wird einfach durch ein Kugelgelenk mit der Dashcam verbunden und bietet genügend Halt. Theoretisch könnte man auch die Kamera um 180° drehen, um den Innenraum zu filmen.

garmin-dash-cam-20_3

Die Kamera enthält bereits die mitgelieferte Speicherkarte. Man brauch sie also nur noch mit Strom versorgen und schon geht es los! Das intuitive Menü führt durch die Erstinstallation. Die vier Tasten an der Unterseite vom Display haben einen präzisen und spürbaren Druckpunkt. Was mir sofort aufgefallen ist: Die Lautsprecher der Dashcam sind extrem laut. Wahnsinn was aus so einem kleinen Gerät ertönt. Aber das lässt sich ja glücklicherweise im Menü leiser stellen.

garmin-dash-cam-20_2

Es wird empfohlen das mitgelieferte Stromkabel zu verwenden. Man kann aber natürlich auch sein eigenes benutzen. Denn das originale ist gerade mal nur 160 cm lang. Das ist doch schon ganzschön kurz. Ein zusätzliches 5m Kabel von Garmin kostet 19,90! Ich verwende ja gerne das Datakam-USB-Kabel. Dann hat man noch einen USB-Steckplatz frei (zum Beispiel für das Smartphone). Allerdings fragt die Garmin Dashcam dann jedes mal ob sie als Massenspeichergerät verwendet werden soll. Bei Verwendung eines anderen, fremden USB-Kabels direkt an meinem Rechner fragt sie mich hingegen nicht – merkwürdig.

Autokamera mit Blitzerwarner

Wie die Navigationsgeräte von Garmin bietet auch die Dashcam die Möglichkeit, den Fahrer auf Blitzer aufmerksam zu machen. Rechtlich gesehen ist das in Deutschland verboten. Darum werden Orte wo Blitzer stehen einfach als „Gefahrenstellen“ bezeichnet. Das funktioniert hervorragend! Um die Datenbank aktuell zu halten, kann man ein Abo bei Garmin abschließen.

Endlosaufnahme

Wie jede Dashcam nimmt auch die Garmin Autokamera Aufnahmen in Teilen von je ca. vier Minuten Länge auf. Wenn die Speicherkarte voll ist, wird die älteste Aufnahme überschrieben. So nimmt sie in einer Endlosschleife auf, bis es mal zu einem Ereignis kommt.

Ereignisaufnahme

Der integrierte „G-Sensor“ registriert ungewöhnliche Ereignisse. Also zum Beispiel Vollbremsungen oder Erschütterungen. Dann wird die aktuelle, vorige und zukünftige Aufnahme auf der Speicherkarte permanent abgespeichert und kann dann nicht mehr durch die Endlosaufnahme überschrieben werden. Der G-Sensor lässt sich kalibrieren. Sobald man mit der Montage fertig ist, sollte man den G-Sensor einmal zurücksetzen. In Kombination mit der mitgelieferten kleinen 4GB Speicherkarte ist der Speicher also schnell voll. Sie sollten also frühzeitig in mehr Speicherkapazität investieren.

Hinweis: Im Gegensatz zu vielen anderen Dashcams, besitzen die Garmin Dashcams keinen Bewegungssensor. Also die Möglichkeit, die Aufnahme zu starten sobald sich etwas im Sichtbereich vom Weitwinkelobjektiv bewegt.

Auswertung am Computer

Was mir nicht gefällt: Die Videos werden zwar mit dem etablierten H264 Codec aufgenommen aber im .avi Format gespeichert. Das lässt sich nicht ohne weiteres bei Mac-Nutzern abspielen. Mit dem VLC-Player ist die Wiedergabe jedoch kein Problem. Als erweiterte Auswertungssoftware kann man sich den Player von Garmin runterladen. In diesem lassen sich die Aufnahmen und der zurückgelegte Weg betrachten.

Gutes Bild

Insgesamt liefert die Garmin Dashcam ein gutes bis sehr gutes Bild. Kennzeichen und Straßenschilder sind gut zu erkennen – auch in den Randbereichen. Nachts gewährt die Dashcam eine gute Weitsicht. Kennzeichen lassen sich aber nicht mehr so gut ablesen. Das sehr gute Mikro kann ebenfalls überzeugen. Höhen und Mitten sind klar und verständlich. Nichts brummt oder rauscht.

Gemessen an dem sehr hohen Verkaufspreis von aktuell EUR 149,50 gibt es allerdings einige günstigere Alternativen, die mindestens genauso gut filmen.

Fotos Garmin Dash Cam 20:

Video bei Nacht

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Video bei Tag

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Kaufempfehlung

Fazit Garmin Dash Cam 20


Solide Dashcam mit einem guten Bild und guter Ausstattung. Als Besonderheit gibt es hier einen Blitzerwarner.

Man erhält das Gerät aktuell für EUR 149,50 bei Amazon.
Im Schnitt haben dort 23 Kunden 4.1 von 5 Sternen Sterne vergeben.



Nic

Autor: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.