50/60 Hz

In den Entwicklungstagen des Fernsehens und der Fernsehnormen entschied man sich aus Praktikabilitätsgründen die Taktung des elektrischen Stroms (aus der Steckdose) für die jeweilig vorherrschende Fernsehnorm zu übernehmen.

Die in Deutschland vorherrschende Fernsehnorm PAL B/G übernahm also 50 Hz aus unserem elektrischen Strom (230 Volt / 50 Hz). Anders sieht es beispielsweise
in Japan (100 Volt / 50 + 60 Hz) oder Nordamerika (120 Volt / 60 Hz) aus.

Geht man nun hin und nimmt ein Video mit 60 Hz in unseren Breiten mit 50 Hz Stromfrequenz auf kann es durchaus passieren, dass das aufgenommene Video erscheint als würde es “pumpen”. Dies ist der Fall wenn künstliches, durch elektrischen Strom erzeugtes Licht im Spiel ist.

Denn die höhere Videofrequenz ist in der Lage die niedrigere Wechselstromfrequenz aufzuzeichnen. Spätestens bei der Videowiedergabe tritt der Effekt sichtbar zu Tage.

Zudem möchte ich einen kleinen Themenwechsel vornehmen:

50 / 60 Hz beschreibt die Bildwiederholungsrate in Halbbildern. 50 Halbbilder entsprechen 25 Vollbildern, bzw. 60 Halbbilder entsprechen 30 Vollbildern.

Geht es um “stehende” Videobilder ohne viel Bewegungen im Videobild ist die Aufnahme in Vollbildern Progressive Scan zu empfehlen – solche Videos erscheinen viel homogener. Im Falle von Dashcams geht meine Empfehlung wegen der vielen sich relativ schnell bewegenden Objekte zu Halbbild- / Interlace-Verfahren, da im Halbbildverfahren sich schnell bewegende Objekte besser dargestellt werden.


Nic

Autor: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.