Im Test: Aiptek CarCamcorder X5 – Autokamera mit GPS

Aiptek beliefert den Markt schon länger mit Dashcams. Dazu gesellt sich nun auch der Aiptek CarCamcorder X5. Diese Dashcam kommt mit reichlich Funktionen, hat eine Menge zu bieten und besitzt eine hochwertige Optik. Ob die vielen neuen Funktionen sinnvoll sind oder nur Spielerei, klären wir in unserem Test.

Hochwertige Verarbeitung

IMG_0740_webSchon beim Auspacken wird klar, dass man es hier mit einer neuen Generation von Dashcams zu tun hat. Im Gegensatz zum älteren Brudermodell Aiptek CarCamcorder X3, wirkt diese Dashcam hier wesentlich hochwertiger. Das Material vom Gehäuse fühlt sich angenehm an und das Klavieroptikfinish verleiht der Kamera einen besonderen Glanz. Als Nächstes ist mir sofort das Schraubgewinde für das Stativ aufgefallen. Solche Aufnahmen kennen wir normal nur von echten Digitalkameras. Nun hält diese Technik auch Einzug bei den Dashcams. Dadurch lässt sich die Dashcam universel montieren. Man kann hier diverse Stative benutzen und ist nicht mehr vom mitgeliefertem Saugnapfstativ abhängig – klasse!

Delkin Saugstativ Fat GeckoAus Spaß an der Freude haben wir die Kamera mal mit einem Saugstativ Delkin Fat Gecko verheiratet. Mit diesem Stativ könnt ihr die Kamera auch auf der Motorhaube montieren ;-).

Übersichtlicher Lieferumfang

Zum weiteren Zubehör gehört ein USB-Kabel, das KFZ-Stromkabel und natürlich der Saugnapf. Eine Speicherkarte ist nicht im Lieferumfang.

Als Speicherkarte kommt hier eine normale SDHC-Karte zum Einsatz. Ich verwende eine 16GB Class-10 Markenspeicher-Karte von SanDisk. Damit kann man ca. 4h in FullHD aufnehmen.

Umfangreiche Funktionen

Die Ausstattung liest sich üppig. Dank integriertem Akku taugt die Kamera auch als Parkplatzwache und für Schnappschüsse unterwegs:

  • FullHD / 1080@30fps
  • 120° Weitwinkel
  • GPS mit Softwareauswertung
  • Beschleunigungssensor
  • Notfallaufnahme
  • Bewegungserkennung (für Parkwache)
  • Sprachansage
  • automatische Bilddrehung
  • Lithium Ionen Akku mit 500mAh

Intuitive Bedienung

IMG_0770Die Kamera verfügt über 5 Knöpfe die selbsterklärend durch das Menü führen. Hat man Datum und Sprache eingestellt, geht es auch schon los. Sobald die Aufnahme läuft, blenden die überflüssigen Menüpunkt im Display aus sodass man die wesentlichen Anzeigen ausgegeben bekommt. Aiptek typisch werden die Kameraaktionen in englische Sprache ausgegeben. Das ist sehr sinnvoll, denn schließlich sollen wir unseren Blick auf die Straße richten und wissen dann trotzdem ob die Karte einschaltet und mitfilmt. Es ertönen eindeutig zu verstehende Klänge wie “Start recording”. Wer sich gestört fühlt, kann dieses nützliche Feature natürlich auch deaktivieren. Was mir besonders gut gefällt: Man kann die Kamera auch auf Kopf montieren (siehe Bild). Früher musste man dann im Menü das Display um 180° drehen. Das hat eher schlecht als recht funktioniert. Die X5 erkennt die Lage und dreht das Display automatisch – hier wurde mitgedacht!

montageMan sollte in jedem Fall die automatische Aufnahme aktivieren. Sobald die Zündung angeht, startet auch der Betrieb der Kamera. Zur Stromversorgung liefert Aiptek ein KFZ-USB-Kabel mit. Ich bevorzuge aber meinen eigenen Mini-KFZ-Adapter von Belkin damit ich auch mal mein Smartphone aufladen kann. Das schöne ist, dass das Ein- und Ausschalten auch damit klappt – bravo!

Das Einschalten geht auch erfreulich schnell. In nur rekordverdächtigen 9 Sekunden schaltet die Kamera ein, fährt hoch und beginnt die Aufnahme.

GPS mit Geschwindigkeitsanzeige und Softwareauswertung

softwareGanz neu im Funktionsumfang ist der GPS-Empfänger. Er ist im Saugnapf integriert und lässt sich via USB mit der Dashcam verbinden. Dann wird nämlich auch die Geschwindigkeit mit den Filmaufnahmen dokumentiert.

Zusätzlich lässt sich der zurückgelegte Weg mit der mitgelieferten Software komfortabel und übersichtlich nachvollziehen. Um an die Software zu kommen, muss man die Speicherkarte in die Kamera stecken und mit der Kamera selbst formatieren. Dabei wird dann die Installationsdatei auf die Karte kopiert. Ihr steckt die Karte dann wieder in euren Rechner und führt die Installation aus. Leider nur für Windowsanswender. Mac-Nutzer müssen eine virtuelle Maschine benutzen. Ich habe die Software installiert und ausprobiert und es funktioniert!

Spurwarnung und Kollisionswarnung

spurwarnung_einrichtungDie Aiptek X5 bietet zwei neuartige Funktionen, die im zusammen mit dem GPS-Empfänger arbeiten. Die Einrichtung beider Assistenten erfolgt über das Display. Dabei stellt die rote Linie so ein, dass sie auf dem Horizont liegt. Sobald diese Linie nicht mehr parallel zum Horizont verläuft (weil man die Spur verlässt), ertönt ein Hinweis. Zusätzlich wird eine Meldung auf dem Display ausgegeben.

Zur Spurwarnung (Zitat Aiptek):

“Wenn diese Funktion aktiv ist und das Gerät erkennt, dass das Fahrzeug aus der Spur gerät, erklingt ein Warnton, um den Fahrer auf das Verlassen der Spur aufmerksam zu machen.”

Zur Kollisionswarnung (Zitat Aiptek):

“Die Kollisionswarnung weist Sie auf einen drohenden Zusammenstoß hin. Wenn bei einer Fahrzeuggeschwindigkeit ab 60 km/h der Abstand zum vorrausfahrenden Fahrzeug unter 5 – 7 m sinkt, hören Sie einen Warnton, zusätzlich wird das in Abbildung 3 dargestellte Warnbild angezeigt.”

Ob beides wirklich so funktioniert, haben wir aus Sicherheitsgründen nicht ausprobiert. Man sollte sich auf keinen Fall darauf verlassen aber es ist gut zu wissen, dass es so etwas gibt.

Was mir garnicht gefällt: Das Gehäuse der Kamera ist vergleichsweise groß. Den GPS-Empfänger hätte man direkt ins Gehäuse integrieren sollen. So wäre man nicht von dem mitgeliefertem Saugnapf abhängig, sofern man nicht auf GPS verzichten möchte. Andere Hersteller schaffen das auch. Die Rollei CarDVR-110 ist noch kleiner und besitzt auch GPS. Es geht also auch anders!

Bild- und Tonqualität

Die Kamera schneidet nicht nur Bilder mit sondern nimmt auch Ton auf. Das eigenet sich sehr gut, um Sachverhalte oder Details zu diktieren. Telefonate können damit auch wunderbar aufgezeichnet werden. Die Aufnahmen sind klar verständlich. Nun zum spannenden Teil:

Die Bildqualität. Eine besonders gute Qualität kennen wir schon vom Vorgänger.  Bei der neuen X5 legt Aiptek nochmal einen drauf. Was sofort auffällt: Die Farben wirken viel natürlicher und wärmer. Und das trotz schlechtem Wetter ;-). Zudem erkennt man bei Schriften dass die Bilder der X5 ein Hauch schärfer und weniger stark komprimiert sind.

Ich habe beide Kameras parallel filmen lassen um euch einen Direktvergleich zu liefern. 100%ig synchron bekommt man es nicht hin aber ich denke man bekommt schon ein ganz guten Eindruck:

http://www.youtube.com/watch?v=

Die Aufnahmen werden in 5-Minuten Filmen gesplittet. Falls die Speicherkarte mal vollläuft, wird dann die erste älteste Aufnahme automatisch überschrieben. Somit nimmt die Kamera unendlich lange auf. Dank dem Kollisionssensor erkennt die Kamera, wenn es zu einem Unfall kommt und sichert die Aufnahme für immer, sodass sie nicht mehr überschrieben werden kann. Davon gibt es bis zu 10 Aufnahmen, die in einem extra Ordner auf der Karte abgespeichert werden. Falls der Sensor keinen Unfall registriert, kann man die Aufnahme auch manuell per Knopfdruck verewigen.

must buy

Conclusion Aiptek CarCamcorder X5


Die Kamera kommt mit üppigem Funktionsumfang und erfreut durch eine hochwertige Verarbeitung und gute Bildqualität. Leider ist der GPS-Sensor nicht im Gehäuse integriert und man ist vom mitgelieferten Saugnapf abhängig.

At the moment, the current dashcam is not in stock (anymore).



Nic

Author: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.