Im Test: BlackVue DR500GW-HD – die Highend Dashcam

Mit über 5 Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Autokameras gehört BlackVue ganz gewiss zu DEN Premium-Dashcams. Ist die DR500GW-HD wirklich so gut? Wir haben sie auf die Reise geschickt und ausgiebig getestet.

Als Marke ist BlackVue in Deutschland nahezu unbekannt. Das liegt an der noch nicht vorhandenen hiesigen Markenpräsenz der Firma. Allgemeine deutschsprachige Informationen zum Unternehmen sucht man vergebens. Dabei eilt ihnen der Ruf bereits voraus. Die technischen Daten zeugen von einem hochwertigen Produkt:

  • FullHD Aufnahmen mit 30fps
  • GPS
  • WiFi mit App
  • Lautsprecher für Sprachausgabe
  • Loopfunktion
  • Weitwinkel: horizontal 123° / vertikal 90° / diagonal 156°
  • Bewegungssensor
  • Beschleunigungssensor
  • Mikrofon

Soweit so gut bietet sie eigentlich alles, was man von einer Dashcam erwartet. Beim Auspacken offenbart die Autokamera weitere Qualitäten.

Lieferumfang

  • Dashcam mit Klebepad
  • Bedienungsanleitung
  • 16 GB Speicherkarte mit USB Adapter
  • Stromkabel und Kabelführer
  • Software für Windows und Mac (auf der SD-Karte)

Manche mögen eventuell einen Saugnapf vermissen aber der fehlt aus gutem Grund. Die Kamera ist dafür ausgelegt, sie permanent an die Windschutzscheibe zu montieren. Dort bleibt sie auch und wird nicht mehr entfernt. Die selbstklebende Halterung sitzt bombenfest. Ich habe bei meinem Testgerät nur die Ecken freigelegt, damit ich sie später wieder entfernen kann und trotzdem klebt sie sehr gut. In dieser Halterung kann man die Kamera dann vertikal um 360° drehen. Man sollte also schon beim Montieren darauf achten, dass Sie horizontal gut ausgerichtet ist. Mangels Display erfolgt das mit der App. Dazu später mehr…

Die Dashcam hat kein Display – gut so!

Viele mögen sich ein Display wünschen. Doch dieses sucht man hier vergebens. Der Hersteller hat hier ganz bewusst auf ein Display verzichtet. Denn von der Grundidee her ist es einfach nicht notwendig. Einmal montiert und korrekt konfiguriert, werden wir ein Display nie benötigen. Denn die Dashcam bleibt wo sie ist und sollte nicht abmontiert werden. Wir brauchen nur ein Bild zur einmaligen Ausrichtung der Kamera. Und das geschieht per W-Lan mittels Smartphone. Außerdem würde ein Display den Fahrer ablenken. Man neigt dazu, ständig raufzuschauen. Und das ist nicht im Sinne des Erfinders und der StVo.

Eine Dashcam in zylindrischer Form mag merkwürdig aussehen. Aber das ist äußerst sinnvoll. Dadurch können wir sie optimal hinter dem Rückspiegel installieren sodass Sie unser Sichtfeld nicht beeinträchtigt. Das gewinkelte Stromkabel macht es möglich, es in alle Richtungen zu führen. Je nach dem, wo lang das Kabel verlegt werden soll. Dass es sich hierbei um kein USB-Kabel handelt und man dadurch von diesem Kabel abhängig ist und sich somit am KFZ-Steckplatz kein weiteres Gerät mehr einstecken lässt und es sich so gut wie garnicht austauschen lässt, ist zwar ein großes Manko aber hat aus Erfindersicht einen Grund: Man wird gezwungen, die Kamera im Auto einzurichten statt vorab in der Wohnung. Dabei werden nämlich gleich Datum und Uhrzeit vom GPS-Empfänger bezogen um 100%ig sicher zu stellen, dass diese Angaben korrekt sind.

Hoher Anschaffungspreis

Der Preis von ist vergleichsweise hoch. Doch in Summe bietet die Dashcam eine Menge Funktionen in einem kleinen Gehäuse. Wer nun meint, er könne sich ein Gerät im Ausland zu einem günstigeren Kurs beschaffen und dann die deutsche Firmware einspielen, der irrt! Das ist nicht möglich!

Einfache Installation

blackvue app

Die Einrichtung der Dashcam an sich ist äußerst bequem gelöst. Die mitgelieferte Speicherkarte steckt bereits in der Dashcam – klever! Man braucht sie nur noch mit dem Stromkabel zu verbinden, und dann installiert sie sich selbst. Sobald das erledigt ist, ertönt eine deutsche weibliche Sprachausgabe und die Kamera beginnt mit der automatischen Aufzeichnung.

Die automatische Einrichtung der Speicherkarte legt auch das sehr umfangreiche Handbuch ab:

Speicherkarte

Wenn man erweiterte Einstellungen vornehmen möchte, muss man sich mit mittels iOS App oder Android App mit der Kamera verbinden. Zuerst aktiviert man das W-Lan der Dashcam. Dazu genügt es, die Taste am Gerät kurz zu drücken. Eine LED signalisiert den Betrieb. Mit dem Smartphone verbindet man sich dann mit dem W-Lan Netzwerk der Dashcam. Das Standardpasswort lautet “blackvue”. Anschließend wird die App gestartet. Sie erlaubt eine Liveansicht – was sehr gut und beinahe synchron klappt, auch bei laufender Aufnahme – toll! In den Einstellungen lassen sich u.a. die Töne und Befehle der Kamera individuell konfigurieren. Ebenfalls kann man die Lautstärke der Sprachausgabe reduzieren. Leider werden die dann gespeicherten Einstellungen erst beim nächsten Neustart der Dashcam übernommen.

Schön ist, dass sich die Dashcam auch am heimischen Rechner konfigurieren lässt. Die Konfiguration wird nämlich auf der Speicherkarte gesichert. Und in der Software (siehe Kapitel “Autokamera mit GPS”) können die Einstellungen vorgenommen werden.

blackvue einstellungen

Endlosaufnahme

Wie jede Dashcam speichert auch die BlackVue die Aufnahmen endlos ab. Sobald die Speicherkarte voll ist, wird die älteste Aufnahme automatisch überschrieben. Die Dateien werden wahlweise mit ein, zwei oder drei Minuten Länge gesichert. Die Kürze der Clips macht Sinn. Nach intensivem Gebrauch können (bei jeder Dashcam) Speicherprobleme auftreten. Dann wäre es ärgerlich, wenn die gesamte Aufnahme verloren ginge. So geht nur ein Teil von maximal drei Minuten verloren! Damit das erst nicht so weit kommt, sollte man die Speicherkarte in regelmäßigen Abständen formatieren bzw. gänzlich ersetzen.

Unfallaufnahme dank Beschleunigungssensor

Der integrierte Beschleunigungssensor ist ab Werk sehr empfindlich. Sobald ich ein wenig Gas gegeben habe oder über eine Unebenheit gefahren bin, löste die Unfallaufnahme aus. Dabei wird die gerade aktive Aufnahme markiert und kann von der Dashcam nicht mehr überschrieben werden. So sind wirklich wichtige Aufnahmen (z.B. ein Unfall) sicher gespeichert. Leider lässt sich diese Funktion nicht mit einem Knopfdruck manuell auslösen – schade! Oft gibt es markante Situationen, die keine Erschütterung zur Folge haben und dennoch sehr wichtig sind. Eine große Taste am Gerät würde ich mir daher wünschen.

Autokamera mit GPS

Eingangs habe ich schon das integrierte GPS erwähnt. Es protokolliert die Lage, Geschwindigkeit und liefert uns die Uhrzeit. Mittels diesen Informationen kann man die Filme anschließend am Rechner auswerten. Diese wird von der Kamera auf die Speicherkarte geschrieben und lässt sich ohne Installation ausführen. Und jetzt kommts: Es gibt sogar eine App für Macs – spitze! Das habe ich so noch nicht erlebt. Sobald man die App startet, werden fein sortiert die Fahrten in einer Liste aufgeschlüsselt. Man kann sich hier bequem durch jede Datei klicken und dazu synchron wird die Position in Google Maps dargestellt.

blackvue software

 

Parkwächter

Rein theoretisch bietet die BlackVue die Möglichkeit der Parkraumüberwachung. Mangels Akku kann das ab Werk aber nicht funktionieren. Hierzu wird die Power Magic Pro benötigt. Sie wird zwischen Autobatterie und Dashcam installiert. Dadurch bekommt die Kamera permanent Strom aber nur soviel dass die Batterie nicht leer gesaugt wird. Dann kann sie mittels Bewegungserkennung genutzt werden, um das Auto zu überwachen, während es parkt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Dashcams reagiert die Dashcam nicht nur auf Bewegungen im Sichtbereich sondern auch auf Erschütterungen! Die Sensibilität während des Parkens lässt sich separat in der App konfigurieren – toll!

Gute Bildqualität

Die Bildqualität gehört eindeutig zu den Stärken der Kamera. Ab Werk ist das Bild rauschfrei, detailliert und die Farben sind natürlich. Kennzeichen und Straßenschilder lassen sich gut ablesen – auch mitten in der Fahrt. Die Nachtaufnahmen sind ab Werk ebenfalls sehr aufschlussreich und erlauben eine gute Sicht in die Ferne. Leider hat das Bild einen leichten Grünstich. Möglicherweise liegt es an den eisigen Temperaturen. Die Kamera hatte es in unserem Test auch alles andere als leicht. Das Wetter war einfach furchtbar. Hier würde jede Kamera an ihre Grenzen kommen! Verwertbar sind die Aufnahmen in jedem Fall. Wem das Bild zu dunkel ist, kann es bequem in der App aufhellen.

Der Ton kann indes nicht überzeugen. Er ist mir zu dumpf und undeutlich. Es bummert und wummert. Höhen werden kaum wahr genommen.

Photos BlackVue DR500GW-HD:

Video at night

Please be aware of the strong compression of the videos through YouTube! The uncompressed recordings have better quality.

Video at day

Please be aware of the strong compression of the videos through YouTube! The uncompressed recordings have better quality.

must buy

Conclusion BlackVue DR500GW-HD


Ein klasse Gerät, das das Konzept einer Dashcam fast perfektioniert hat. Gute Bildqualität, GPS, voller Mac-Support und das unauffällige Gehäuse sind lobenswert. Damit ist sie für Einsteiger und Profis gleichermaßen geeignet.

Usercomments:

"Die Kamera verrichtet hervorragend ihren Dienst und macht keinen Ärger."

"Alles in allem bin ich mit der Cam damit sehr zufrieden."


At the moment, the current dashcam is not in stock (anymore).



Nic

Author: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.