Dashcam Festeinbau: So einfach lässt sich das Auto beim Parken überwachen

Die Powerbank von AnyPower wurde vorerst aus dem Sortiment genommen. Es gab wohl Qualitätsprobleme. Schade!
Ich werde so oft gefragt, wie man sein Auto einfach beim Parken überwachen kann. Bis vor kurzem gab es im Grunde nur eine relativ aufwändige Möglichkeit. Doch nun zeige ich euch eine weitere, die sehr einfach ist.

Das Bedürfnis, sein Auto zu überwachen während es parkt, ist sehr groß. Ich möchte mal behaupten größer als den Straßenverkehr zu filmen. Ständig höre ich Geschichten von Kratzern und Dellen mit anschließender Fahrerflucht. Dir kommt das bekannt vor?? Doch der Festeinbau hat dich immer abgeschreckt? Ich beobachte den Markt und die Bedürfnisse der Autofahrer schon lange. Und nun kann ich euch endlich eine großartige Lösung vorstellen. Um das Prinzip und die Problematik zu verstehen, werde ich zuerst noch auf den klassischen Weg eingehen:


1. Möglichkeit:

Dashcam mit der Autobatterie verbinden

Manche Dashcams werden bereits mit einem Kabelsatz für den direkten Anschluss ans Bordnetz ausgeliefert. Dazu gehört zum Beispiel die Camberry DC5000, alle Blackvue Dashcams mit Powermagic Pro oder die iTracker mini 0806 . Das Prinzip ist immer gleich: Man sucht sich einen Weg zu Dauerplus. Das kann entweder direkt an der Batterie erfolgen oder an einen Stromverbraucher im Fahrzeug. Zum Beispiel die Innenraumbeleuchtung im Dachhimmel. Sie eignet sich auf Grund des kurzen Weges von der Frontscheibe ausgehend. Es gibt auch Anleitungen die direkt auf den Sicherungskasten zurück greifen. Davon bin ich aber kein Freund. Die genannten Dashcams verfügen über einen „Batteriewächter“. Wenn eine kritische Spannung unterschritten wird, schalten sich die Dashcams komplett ab. Das verhindert, dass die Autobatterie komplett entladen wird. Bei iTracker ist dieser Spannungschutz in der Verkabelung verbaut:

batteriewaechter

Vorteile:

  • günstig und platzsparend

Nachteile:

  • relativ aufwändige Installation
  • Kapazität von der Autobatterie abhängig
  • techn. Grundkenntnisse in der Fahrzeugelektronik notwendig

2. Möglichkeit:

Dashcam mit Powerbank laden

Die Powerbank von AnyPower wurde vorerst aus dem Sortiment genommen. Es gab wohl Qualitätsprobleme. Schade!

Eine Powerbank ist ein Ersatzakku, der über eine große Kapazität verfügt und an dem sich mehrere elektronische Geräte laden lassen. Das ist nichts Neues. Es gibt mittlerweile etliche Powerbanks. Eine gute Powerbank mit großer Kapazität habe ich auch schon mal vorgestellt. Doch alle handelsüblichen Powerbanks haben einen Nachteil: Ist der Akku leer, muss er entnommen und zu Hause aufgeladen werden. Jetzt kommt der innovative Teil!

Der spezialisierte Hersteller AnyPower hat eine Powerbank im Sortiment, die sich direkt an den Zigarettenanzünder stecken lässt. Sie wird also einfach zwischen Dashcam und Auto geschaltet:

AnyPower-Powerbank-web

Rechts sieht man den traditionellen Anschluss, der in den Zigarettenanzünder gesteckt wird und links der Adapater der in die Powerbank führt. Hier kann man seine Dashcam einstöpseln. Da die Powerbank auch über einen USB-Anschluss verfügt, lässt sich somit jede Dashcam an der Powerbank anschließen! In der Regel liefert der Zigarettenanzünder beim Parken keinen Strom. In der Praxis gibt die Powerbank dann solange Strom, bis sie leer ist. In meinem persönlichen Test mit einer mini 0803 konnte ich das ganze Wochenende durchfilmen. Dabei habe ich aber noch Gebrauch von der Bewegungserkennung der Dashcam gemacht. Sie ist dann auf Standby und filmt erst, wenn sich etwas bewegt. Filmt man ununterbrochen, ist der Saft schon nach ca. 10-14 Stunden weg. Das liegt an der sehr großen und realen Kapazität von 15.600 mAh. Viele günstige Powerbanks werben gerne mit enormer Kapazität aber in der Realität wird das selten eingehalten. Anders ist das bei dieser Powerbank von AnyPower.

Damit sie sich wieder aufladen kann, muss das Auto natürlich benutzt werden. Denn das komplette Aufladen der Powerbank kann schon ca. 2 Stunden dauern. Natürlich ist ein komplett aufgeladener Akku nicht notwendig um eine Nacht durchzufilmen. Hier würden wohl schon 50% reichen. Das heißt also im alltäglichen Gebrauch sollte man täglich 1-2 Stunden Autofahrt haben, um die Dashcam beim Parken mit genügend Strom zu versorgen. Das muss man je nach Konfiguration und Dashcam für sich selbst ermitteln. Der Hersteller verspricht dass 70% der Kapazität nach ca. 30 Minuten Autofahrt hergestellt werden. Klever: sobald der Motor gestartet ist, wird der Strom der Autobatterie direkt an die Dashcam durchgeschliffen. Diese „Bypass“-Funktion schont den Akku und lässt ihn auch schneller aufladen! Und zeitgleich bekommt die Dashcam Strom.

Kapazität steigern: Powerbanks koppeln

Es ist schon erstaunlich wie sehr der Hersteller mitgedacht hat. Wem das nicht genug ist, kann die Kapazität noch steigern. Es lassen sich bis zu drei Powerbanks in Reihe schalten! Dann gibts also die dreifache Kapazität. So ließe sich dann nicht nur eine Dashcam mit reichlich Strom versorgen, sondern auch ein WiFi Hotspot oder ein Handy.

Alternativ kann man die Powerbank auch direkt mit der Autobatterie verbinden. So gibt es noch mal zusätzlich Strom der Autobatterie. Als kleines Gimmick ließe sich die Autobatterie auch mit dem Strom der Powerbank aufladen. Das konnte ich aber nicht ausprobieren.

Vorteile:

  • sehr einfache Installation
  • keine techn. Kenntnisse notwendig
  • sehr hohe Kapazität möglich, Autobatterie wird geschont
  • mit jedem USB-Gerät kompatibel
  • lässt sich zusätzlich mit der Autobatterie verkabeln
  • einfache Rückmontage

Nachteile:

  • Anschaffungskosten
  • Powerbank platzsparend verbauen
Kaufempfehlung

Fazit AnyPower T POWER PLUS


Sehr einfache Möglichkeit, die Dashcam fest im Auto zu verbauen um es auch beim Parken zu überwachen. Must have für jeden Dashcambesitzer!

Die Dashcam ist zur Zeit nicht (mehr) lieferbar.



Nic

Autor: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.