Im Test: Aiptek CarCamcorder X3

Dieses Exemplar trumpft laut Herstellerangaben mit einer besonders guten Bildqualität auf. Ob das stimmt und was uns sonst noch an der Kamera aufgefallen ist, erfahrt ihr in unserem Langzeittest der Aiptekt X3.

Die X3 ist schon seit April 2013 auf dem Markt. Der Hersteller spricht von einer guten Bildqualität und verzichtet dabei auf Sonderfunktionen. Tatsächlich verfügt die Kamera über einen besonders großen Sensor (1/2.5″) mit einer Auflösung von 5 Megapixeln. Das bietet kaum ein Hersteller in dem Segment. Aber dazu später mehr.

Die Einrichtung ist kinderleicht. Der mitgelieferte Saugnapf lässt sich sehr einfach an der Windschutzscheibe montieren und ausrichten. Dazu gibt es noch eine kurze Halterung mit Klebefolie sodass man die Kamera sehr elegant vor bzw. hinter dem Rückspiegel montieren kann. Auf diese Weise wird das Sichtfeld so gut wie garnicht beeinträchtigt:

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Mit dem mitgelieferten KFZ Kabel haucht man der Kamera automatisch Leben ein. Der Adapter ist so gepolt dass sich die Kamera mit der Zündung einschaltet und Filme aufzeichnet und fünf Minuten nach Abstellen des Fahrzeuges abschaltet. Das klappt großartig! Kleiner Wehrmutstropfen: Diese Funktion ist nur mit dem mitgelieferten Adapter möglich. Mit unserem eigenen Belkin USB Adapter klappt es nicht. Dann muss man die Kamera mit einem Knopfdruck jedes Mal einschalten. Das automatische Abschalten klappt dennoch. Vom Einschalten bis zum Aufnehmen vergehen exakt 19 Sekunden (gemessen mit einer Class10 Speicherkarte). Nettes Gimmick: Eine Stimme (vergleichbei mit der eines Navigationssystems) gibt uns auskunft über den Status der Kamera. Zum Beispiel: „Start recording“ wenn die Kamera die Aufzeichnung startet. Allerdings nur in englisch. Aber keine Sorge – das lässt sich auch im Menü ausschalten.

CarCamcorder-X3_002Das Menü der Kamera selbst ist simpel aufgebaut. Es ist relativ umfangreich und gestattet die üblichen Modifikationen. So kann man bspw. die Belichtung einstellen oder das Menü um 180° drehen. Achtung: Das Menü zeigt erstmal nur eine Seite der Einstellungen an. Man kann aber weiter runter- und hochscrollen. Das ist auf Anhieb nicht sofort ersichtlich.

Einmal installiert, vollrichtet die Kamera zuverlässig ihren Dienst. Ich habe sie sowohl nachts als auch tagsüber benutzt. Die eingangs erwähnte Bildqualität überzeugt tatsächlich. Der große Sensor der Kamera liefert hohe Auflösungen.

Dadurch ermöglicht die Kamera Aufnahmen in FullHD und 30 Bildern pro Sekunden. Alternativ kann man auch mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Dann aber nur in 720p Auflösung. Ich bevorzuge 1080p@30fps da das Bild doch deutlich schärfer ist und mehr Details abbildet. Für wen sind 60fps (Frame per Seconds) dann interessant? Nun im Stadtverkehr macht es meiner Meinung nach keinen Sinn. Aber wer viel Autobahn fährt, sollte es mit 60fps probieren. Denn pro Sekunde legt man  auf Grund der Geschwindigkeit mehr Weg zurück als in der Stadt. Mit 60 Bildern pro Sekunde hat man also in diesem Zeitraum doppelt soviele Bilder aufgezeichnet. So fängt die Kamera bei hohen Geschwindkeiten möglicherweise Bilder auf, die einem mit 30fps entgangen wären. Der Speicherbedarf ist nahezu identisch. Beide Modi nehmen 5 Minuten Abschnitte zu je 340MB auf. Mit einer 32GB SDHC Karte kommt man also auf ca. 7-8 Stunden Filmmaterial – inkl. Ton.

Die Aufnahmen des integrierten Mikrofons sind erstaunlich klar. Telefonate und Dialoge die ich mit der Freisprechfunktion von meinem Fahrzeug geführt habe, lassen sich sehr gut verstehen. So eignet sich das Mikro auch für Diktierfunktionen während der Fahrt.

Wenn es mal krachen sollte, bietet sich noch die „Notfallaufnahme“ an. Man kann diese manuell starten dann wird die letzte Aufnahme für immer auf der Speicherkarte verewigt und wird nicht mehr überschrieben. Die Datei liegt dann in einem extra Ordner auf der Speicherkarte. Mit dem integrierten Beschleunigungsensor klappt das theoretisch automatisch aber das konnte ich verständlicherweise nicht testen.

Das Interessanteste will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Zwei Videos um die Bildqualität beurteilen zu können. So könnt ihr euch selbst ein Urteil erlauben.

Kaufempfehlung

Fazit Aiptek CarCamcorder X3


Die Kamera tut was man erwartet und das sehr gut. Von mir gibt es daher eine klare Kaufempfehlung.

Die Dashcam ist zur Zeit nicht (mehr) lieferbar.



Nic

Autor: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.